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10. Februar 2021 // Text: Layla // Fotos: Privat

Natur als Trost in Krisenzeiten

Kindheitserinnerungen

Eigentlich sollte das ein Text werden, der Corona mal ausklammert. Ich wollte von meinem persönlichen Lernprozess in Richtung mehr Nachhaltigkeit im Alltag erzählen, meinen kleinen Schlüsselmomenten auf diesem Weg und wie kiss the inuit dazu beigetragen hat. Aber ganz ohne Krise geht es gerade nicht, niemand kann das Thema ausklammern und wie diese Zeit gerade eben auch kiss the inuit trifft, hat unsere Kathi im letzten Blogbeitrag eindrücklich erzählt.



Ich versuche mal einen Mittelweg. Denn auch wir im Team haben festgestellt, dass diese Phase nicht nur Negatives mit sich bringt, sondern jede:r von uns auch viel gelernt hat… Zum Beispiel, was übrig bleibt, wenn der Blick weniger am Gewohnten klebt, wenn der Lockdown plötzlich den alltäglichen Konsum erschwert und wenn man merkt, wie wichtig es ist, auf die schon immer dagewesenen „Basics“ zurückgreifen zu können …und der Gang ins Grüne plötzlich zum festen Tagesordnungspunkt wird. 



Als im Team die Idee aufkam, dass jede:r von uns sich in einem kleinen Blogbeitrag mit einem eigenen Thema vorstellt, habe ich sofort an meine Kindheit auf einem Bauernhof im lauschigen Ostwestfalen gedacht und daran, dass die Natur, der ich damals auf jeden Fall näher war als heute, sich in Corona-Zeiten als Trost und Entspannung für so viele erweist.



Wir wohnten auf einem alten Gutshof an der Weser. Meine Familie hat den Hof nicht betrieben, wir haben dort nur zur Miete gewohnt, aber als Kind habe ich auf meinen ausgiebigen Entdeckungstouren natürlich jeden Winkel erkundet. Ich habe mit meiner besten Freundin in Pferdeställen und Scheunen Verstecken gespielt, bin durch die Felder gerannt und habe an der Weser nach jedem Hochwasser nach angeschwemmten Schätzen gesucht, die wer-weiß-wo mal in der Weser verloren gegangen waren. Der Garten meiner Eltern war eine in sich abgeschlossene Welt am Fluss, mit verschlungenen Wegen, einer Feuerstelle und absolut keinen Nachbarn weit und breit. Nur Kühe auf der einen und Schafe auf der anderen Zaunseite. 



Es gab viele kleine schöne, aber auch traurige Erlebnisse, die auf die eine oder andere Art meine Weltsicht geprägt haben. Eines Tages kam meine Freundin, die auch auf dem Hof gewohnt hat, mit einer Schar Gänseküken hinter sich über den Hof spaziert. Die Kleinen hatten ihre Mutter verloren und meine Freundin als Ersatzmama auserkoren. Plötzlich hatten wir Verantwortung für die kleinen plüschigen Wesen – zumindest vorübergehend, bis sich die besorgten Eltern eingeschaltet haben.

So romantisch das alles auch war, so klar wusste ich aber auch plötzlich, dass ich nicht für Tierleid verantwortlich sein möchte, und das war natürlich nicht nur mit schönen Gefühlen verbunden. Also habe ich mich damals in ziemlich jungen Jahren entschlossen, kein Fleisch mehr zu essen. Von veganer Ernährung, öko-fairer Kleidung oder Zero Waste wusste ich damals noch nichts. Aber so hat eben jede:r ihre/seine eigenen Schlüsselerlebnisse und Aha-Momente, die Tür und Tor für neue Lernprozesse öffnen.


Manchmal denke ich: Wie anders wäre mein Leben jetzt vielleicht, wenn ich in der Stadt aufgewachsen wäre? Nicht schlechter, aber eben anders. Ich bin dankbar, dass ich all das kennenlernen durfte, und ich glaube, diese Zeit hat mich Empathie gelehrt. Und heute, wenn Lockdown und Krise zu sehr an den Nerven zerren, gehe ich am liebsten in den Wald, aufs Feld oder an den Rhein und inhaliere die Ruhe. 



Zusammen tragen wir alle, jede:r im Kleinen, dazu bei, dass uns die Natur noch lange Refugium bleibt. Kiss the inuit steht für verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt, und ich freue mich, dass ich in den letzten Jahren hier und im Austausch mit unseren Kund:innen so viel dazulernen konnte!







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So funktioniert „Kleiden ohne Leiden“

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Hier findet ihr Infos zur Kampagne im letzten Jahr: