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10. April 2021 // Text: Justus // Fotos: Privat

Die Natur und der Mensch

Mein Thema für diesen Blogbeitrag entstand, als ich an einem kalten, aber sonnigen Sonntag Anfang März auf der Wiese lag und mich einfach nur bescheinen ließ.

Ich lag einfach nur in der Sonne und war glücklich und das, obwohl die letzten Wochen alles andere als gut gelaufen sind. Wenn ich noch weiter zurück dachte, wurde mir auch bewusst, dass fast alle meine schönen Tage in letzter Zeit mit Naturerlebnissen zusammenhingen. Ob ich mit der Hängematte im Wald hing, oder im Siebengebirge einsame Pfade suchte, immer schien die Sonne und um mich herum sangen die Vögel.

Wir Menschen versuchen uns bereits seit der industriellen Revolution einzureden, in unserem Sein unabhängiger von der Natur zu sein als früher. Wir bilden uns auch ein, durch unsere Erfindungen und Bauten einen Einfluss auf sie nehmen zu können. Aber in unserem tiefsten Innern, unseren Grundfesten, merken viele – auch gerade in der momentanen Situation – wieviel mehr wir mit der Natur verbunden sind und sie auch für unser persönliches Glück brauchen. Der Mensch lebt nicht allein von Brot und Wasser – ein bekannter Spruch. Er lebt von Brot und Wasser, welches uns die Natur schenkt, von Liebe und Hingabe, aber auch durch das Wesen der Natur. Klingt vielleicht erstmal etwas kitschig und esoterisch, aber denken Sie mal an Ihre letzten Wochen und die schönen Tage zurück!
Bei mir kann ich sagen, dass die schönen Tage all jene waren, an denen ich entweder Zwischenmenschliches erlebt habe, oder aber die Sonne schien und mir Mut gab, ja, mich motivierte, etwas mit diesem Tag anzufangen.

Im letzten Frühjahr, in dieser neuen Situation, sind viele Menschen raus in die Natur gegangen, waren Wandern und haben Fahrradläden leergekauft. Als man Zeit hatte und was tun wollte, fanden viele die Wege in die Natur zurück. Wieviel belastender wäre der erste Lockdown gewesen, wenn wir nicht einen solch sonnenverwöhnten Frühling gehabt hätten. Um wieviel wäre diese neue Situation nochmal schwieriger geworden als sie auch so schon war. Die Probleme gehen durch schönes Wetter nicht weg. Übrigens weder bei uns Menschen noch in der Natur, für die das Frühjahr letztes Jahr eher ernüchternd war. Die Probleme gehen nicht weg, aber sie werden erträglicher und ergreifen nicht unseren gesamten Geist, wenn wir viel draußen sind und Natur mit allen Sinnen erfahren. Legen Sie sich einfach einmal in den Wald und dann riechen Sie, fühlen Sie, hören Sie und schauen Sie. Und wenn Sie das erlebt haben, dann halten Sie es einfach mit Astrid Lindgren, welche in ihrem Buch „Ronja Räubertochter“ schreibt: „Ich muss einen Frühlingsschrei schreien, sonst zerspringe ich! Hör doch! Du hörst doch wohl den Frühling!“.

Ich fordere hiermit auf, dass alle Welt in die Natur rausgeht und einfach mal schreit. Alle Probleme wegschreien und danach mit allen Sinnen auf die Natur gerichtet neue Energie tanken und nicht vergessen, dabei einfach mal zu lächeln, auch wenn einem nicht danach zumute ist. Das klingt banal, aber es ist tatsächlich so, dass wir mit Lächeln – und sei es noch so erzwungen – unseren Körper überlisten können und ihm ein paar Endorphine schenken können! Genau das brauchen wir doch momentan und auch sonst immer!

So, nun klingt mein Blogbeitrag etwas wie der Artikel einer Psychologie-Zeitschrift… Zum Schluss also nochmal ein Wunsch meinerseits (neben dem Wunsch, dass alle Welt rausgeht und einen Frühlingsschrei loslässt): Dieses Wiederentdecken der Natur, das Anerkennen ihrer Wichtigkeit, das möchte ich wieder im Mittelpunkt all unseres Handelns sehen. Wir können die Natur nicht ignorieren, nicht ausklammern. Wir müssen sie bei allen Entscheidungen und allem Handeln respektieren, schützen und miteinbeziehen und das nicht nur um sie als Grundlage für unser Überleben zu schützen, sondern auch um sie als Basis für unser Menschsein, für unser Glücklichsein zu erhalten!

Die Lyrikerin Mascha Kaleko beschreibt den Frühling aus Sicht einer sehnsuchtsvollen Rose:

Was tut wohl die Rose zur Winterszeit?
Sie träumt einen hellroten Traum.
Wenn der Schnee sie deckt um die Adventszeit,
träumt sie vom Holunderbaum,
Wenn Silberfrost in den Zweigen klirrt,
träumt sie vom Bienengesumm,
vom blauen Falter, und wie er flirrt...
Ein Traum und der Winter ist um!

Und was tut die Rose zur Osterzeit?
Sie räkelt sich bis zum April.
Am Morgen, da weckt sie die Sonne im Blau,
Und am Abend besucht sie der Frühlingstau
Und ein Engel behütet sie still.
– Der weiß ganz genau was Gott will!
Und dann über Nacht, wie ein Wölkchen, ein Hauch,
erblüht sie zu Pfingsten am Rosenstrauch.

Sind wir mal ehrlich, ein bisschen Rose steckt wohl in uns allen, wenn wir im Frühjahr jeden Sonnenstrahl versuchen einzufangen (noch bevor wir im Sommer über die Hitze stöhnen). Lassen wir dieses Erblühen zu und genießen das Bienengesumm, anstatt diese verärgert zu verscheuchen.





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